Von Sint Maarten über die Grenadinen bis Barbados – mit Stopover in Montreal und Toronto
Diese Reise begann nicht in der Karibik – sondern im winterlichen Kanada.
Statt einer klassischen Reederei-Anreise wählte ich eine ungewöhnliche Route: von Frankfurt nach Montreal, mit einer Zwischenübernachtung, weiter nach Sint Maarten. Zwei entspannte Tage in der Karibik folgten, bevor meine Kreuzfahrt mit Seabourn begann.
Die Route führte durch einige der schönsten Inseln der östlichen Karibik – von den British Virgin Islands über St. Kitts und Martinique bis zu den Grenadinen und Grenada. Anschließend blieb noch Zeit für drei ruhige Tage auf Barbados, bevor es über Toronto zurück nach Europa ging.
Eine Reise, die vieles verbindet:
Luxus auf See, kleine karibische Inseln, zwei kanadische Metropolen – und einige der schönsten Boutique-Hotels der Region.

Inhalt
ToggleDie Route dieser Karibik-Kreuzfahrt
Die Kreuzfahrt begann in Philipsburg auf Sint Maarten und führte zu mehreren Inseln der östlichen Karibik, darunter die British Virgin Islands, St. Kitts, Martinique, St. Vincent & die Grenadinen sowie Grenada.
Viele dieser Häfen sind typisch für kleinere Luxusschiffe: weniger Massentourismus, kleinere Orte und oft spektakuläre Natur.
Stationen der Reise:
- Sint Maarten
- Soper’s Hole, British Virgin Islands
- Carambola Beach, St. Kitts
- Saint-Pierre, Martinique
- Port Elizabeth, Bequia (St. Vincent & Grenadines)
- St. George’s, Grenada
- Barbados
Anreise in die Karibik mit Air Canada Business Class
Statt eines Direktfluges in die Karibik führte meine Route zunächst nach Kanada.
Mit Air Canada ging es von Frankfurt nach Montreal – ein angenehm kurzer Langstreckenflug in der Business Class mit einem kurzen Winter-Stopover in Québec. Am nächsten Tag folgte der Weiterflug nach Sint Maarten.
Der Rückweg führte über Toronto nach Deutschland.
Diese ungewöhnliche Kombination hat einen Vorteil:
Die Reise wird entschleunigt. Statt eines langen Flugtages entstehen zwei entspannte Etappen – und zusätzlich die Gelegenheit, auf Hin- und Rückweg zwei interessante Städte zu besuchen.
Vor der Kreuzfahrt: zwei Tage auf Sint Maarten
Bevor das Schiff ablegte, blieb Zeit für zwei Tage auf Sint Maarten.
Mein Hotel war The Hills Residence in Simpson Bay – eine ruhige Basis mit Blick auf die Lagune und kurzen Wegen zu Restaurants und Strand.
Sint Maarten ist eine gute Insel für den Start einer Karibikreise: international, entspannt und mit einer erstaunlich großen Auswahl an Restaurants.
Ausflugstipp:
Indigo Bay ist eine eher ruhige Bucht und mit dem Taxi von Simpson Bay etwa 10-15 Minuten entfernt. Im Indigo Beach Restaurant sitzt man entspannt am Strand, mittags und abends wird gute Küche serviert, auf der Karte stehen einfachere (z.B. Hamburger) und anspruchsvollere Gerichte, Tagesspecials und Tapas.
The Hills Residence
Moderne Appartememts (Selbstverpflegung) auf einem Hügel in Simpson Bay. Schön gestaltet und mit herrlichem Ausblick. Die einzelnen Gebäude haben Dachterrassen mit Pools. Der Weg nach oben kann (je nach Gebäude) etwas steil sein, daher ist ein Leihwagen sinnvoll.
Die schönsten Stationen dieser Karibik-Kreuzfahrt
Die Route dieser Seabourn-Reise führte zu mehreren Inseln der östlichen Karibik – von den British Virgin Islands über St. Kitts und Martinique bis zu den Grenadinen und Grenada.
Gerade diese Region eignet sich besonders gut für kleinere Luxusschiffe: kurze Distanzen, kleine Häfen und Inseln, die oft noch sehr authentisch wirken
Soper’s Hole, British Virgin Islands – karibische Farben
Der erste Stopp führte nach Soper’s Hole auf Tortola, einem kleinen Hafen mit typisch karibischen Häusern in Pastellfarben.
Die British Virgin Islands gehören zu den schönsten Segelrevieren der Welt, und schon beim Einlaufen fällt auf, wie ruhig und entspannt diese Inseln wirken. Kleine Bars, Segelboote und das klare Wasser sorgen sofort für echtes Karibikgefühl.
Carambola Beach auf St. Kitts – Strandtag mit Champagner und Kaviar
Der Strandtag auf Carambola Beach auf St. Kitts war perfekt organisiert – typisch für Seabourn.
Mittags wurde ein besonderes Highlight serviert:
Kaviar auf einem Surfbrett, begleitet von Champagner direkt am Strand. Danach kam ein großes BBQ mit frisch gegrilltem Fisch, Fleisch – und sogar Lobster.
Der Strand selbst ist schön, aber nicht spektakulär. Für mich lag der Reiz dieses Tages weniger in der Landschaft als im Seabourn-Erlebnis: ein luxuriös organisierter Strandtag mit viel Platz, sehr gutem Essen und entspannter Atmosphäre.
Saint-Pierre auf Martinique – kleiner Ort mit großer Geschichte
Saint-Pierre liegt am Fuß des Vulkans Mont Pelée und war einst die wichtigste Stadt der Insel.
1902 wurde sie durch einen Vulkanausbruch fast vollständig zerstört. Heute ist der Ort eher klein und ruhig – mit einigen historischen Ruinen, kleinen Straßen und Blick auf das Meer
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten hat man relativ schnell gesehen. Danach wünscht man sich vor allem eines: ein schönes (französisches) Terrassen-Café an der Promenade, um bei einem Getränk das karibische Leben zu beobachten.
Bequia – vielleicht die charmanteste Insel der Grenadinen
Einer der schönsten Stopps der Reise war für mich Bequia in den Grenadinen.
Hier war etwas mehr los als auf anderen Inseln der Route, aber genau das machte den Ort lebendig. Bequia fühlt sich an wie eine klassische Karibikinsel – unkompliziert, freundlich und sehr entspannt.
Über den Belmont Walkway und den Princess Margaret Trail erreicht man in ca. 15 Minuten den wunderschönen Princess Margaret Beach.
Wenn man sich eine Karibikinsel vorstellt – Segelboote im Hafen, kleine Bars, entspannte Atmosphäre – dann sieht sie wahrscheinlich genauso aus wie Bequia.
Grenada – der schönste Strand der Reise
Der Strand, der mich am meisten überrascht hat, lag auf Grenada.
Der Morne Rouge Beach ist eine ruhige Bucht mit hellem Sand, türkisfarbenem Wasser und deutlich weniger Trubel als viele andere Karibikstrände. Hier ist der perfekte Strand zum Schwimmen, Sonnenbaden und Schnorcheln.
Er liegt südlich vom bekannten Grand Anse Beach. Beide erreicht man mit dem Taxi vom Hafen St. George’s. Unterwegs kann man den Fahrer am lebhaften Markt halten lassen und Gewürze wie Muskatnuss, Zimt und Nelken kaufen. Nicht umsonst gilt Grenada als die „Gewürzinsel“ der Karibik,
Während der Strandtag auf St. Kitts eher vom Seabourn-Luxus geprägt war, überzeugte Grenada durch seine natürliche Schönheit. Für mich war Morne Rouge der schönste Strand dieser Reise.
Barbados – entspannter Ausklang der Reise
Nach der Kreuzfahrt blieb noch Zeit für ein paar ruhige Tage auf Barbados – ein schöner Kontrast nach einer Woche auf See.
Mein Hotel war das Colleton Great House, ein historisches Anwesen im kolonialen Stil an der ruhigeren Nordwestküste der Insel. Das Haus stammt aus dem 17. Jahrhundert und mit seinen fünf Zimmern wirkt es wie eine elegante private Residenz. Große Veranden, hohe Räume und der Blick über den Garten bis zum Meer geben dem Ort eine besondere Atmosphäre.
Die Region rund um St. Peter und Speightstown ist deutlich entspannter als die stärker entwickelten Teile der Westküste weiter südlich. Statt großer Resorts findet man hier kleinere Hotels und eine ruhige karibische Atmosphäre.
In Speightstown gibt es mehrere empfehlenswerte Lokale: The Fish Pot, Baia, Local & Co.
Um an einen Strand zu kommen, benötigt man Leihwagen oder Taxi. Fußläufig erreichbar ist der kleine Strand am Restaurant The Fish Pot
Gerade nach der Kreuzfahrt waren diese Tage auf Barbados ideal: Zeit, um die Reise noch einmal Revue passieren zu lassen, auf der Terrasse oder am Pool das Tempo der Karibik langsam aufzunehmen.
Colleton Great House
Das liebevoll eingerichtete Haus im Plantagenstil liegt auf einem Hügel inmitten eines großen Gartens mit herrlichem Blick zum Meer. Im 17. Jh. erbaut vom englischen Zuckerbaron Sir John Colleton wurde es Ende 2017 als historisches Gästehaus eröffnet. Nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen bietet es heute zeitgemäßen Komfort. Elegantes Mobiliar, Kunstwerke und Teppiche und machen den einzigartigen Stil und Charme des Hauses aus.
Es stehen Zimmer im Haupthaus oder Appartments in den Nebengebäuden zur Wahl:
The Great House, 5 individuell gestaltete Zimmer (Übernachtung mit Frühstück)
The Stables (2 Appartements mit 1 Schlafzimmer) und The Cliff Top Cottage (Appartement mit 2 Schlafzimmern), jeweils Selbstverpflegung.
Luxus auf See – wie ist eine Kreuzfahrt mit Seabourn wirklich?
Die Seabourn Ovation gilt als Ultra-Luxusschiff und bietet Platz für (nur) 600 Gäste bei einer Besatzung von ca. 450.
Sie wurde 2018 in Dienst gestellt. Länge: 210 Meter, Breite: 28 Meter. Reisegeschwindigkeit: 15 Knoten.
Die Suiten der Seabourn Ovation
Alle Suiten bieten durch die Glastüren ihrer Veranden einen atemberaubenden Meerblick.
Die Veranda-Suite (ab Deck 5) ist die „einfachste Kategorie“ und verfügt über einen komfortablen Wohnbereich mit Esstisch für zwei, Doppelbett (oder zwei Einzelbetten), begehbaren Kleiderschrank, Flachbildfernseher (Musik und Filmprogramm), gut ausgestattete Minibar, Schminktisch sowie ein geräumiges Bad mit Badewanne und Dusche sowie reichlich Pflegeprodukte von Molton Brown (herrlich!).
Hat man keine speziellen Kabinenwünsche, bucht man die „Glückskabine“ und lässt die Reederei entscheiden. „Schlimmstenfalls“ landet man auf Deck 5.
Darüber hinaus gibt es Penthouse Suiten, Penthouse Spa Suiten und Eignersuiten.
Restaurants & Entertainment an Bord der Seabourn Ovation
Es gibt fünf Restaurants, wovon drei nur zum Abendessen geöffnet sind. Frühstück und Mittagessen werden im The Collonade (großes Buffet) und The Patio (Outdoor) angeboten. Tagsüber gibt es im Seabourn Square Snacks und Kuchen sowie (sehr gute!) Kaffee-Spezialitäten.
Abends waren unsere Favoriten The Collonade sowie Earth and Ocean (tagsüber The Patio), da wir gerne im Freien sitzen und keinen Wert auf ein formelles Dinner in Smoking und Abendkleid legen.
Im The Collonade gab es jeden Abend wechselnde Speisen aus verschiedenen Ländern. In allen Restaurants gab es wechselnde Weinempfehlungen, denen man sehr gut folgen konnte.
Eine Reservierung ist lediglich im Solis erforderlich und diese sollte man frühzeitig planen!
Fünf Bars mit unterschiedlichen Öffnungszeiten servieren praktisch den ganzen Tag Champagner und alles andere.
Unterhaltungsprogramme aller Arten werden den ganzen Tag über sowie abends angeboten. Ob Spa, Fitness, Bridge, Kino oder Show – es kann keine Langeweile aufkommen. Ich konnte beobachten, dass einige Passagiere kein großes Interesse an ausgedehnten Landausflügen zeigten und stattdessen die Annehmlichkeiten des Schiffes genossen. Immerhin ist die Seabourn Ovation ein schwimmendes Resort der Extraklasse.
Atmosphäre an Bord: braucht man einen Smoking?
Die Atmosphäre ist urlaubsmäßig entspannt. Ja, es gibt einen formellen Abend (pro Woche), jedoch betrifft die Kleiderordnung The Restaurant. In allen anderen Restaurants ist „smart casual“ immer passend.
Das Seabourn-Publikum
Routen in der Karibik werden traditionell in allererster Linie von Nordamerikanern gebucht. Bei Seabourn kamen noch zahlreiche Gäste aus Großbritannien hinzu, sodass an Bord fast nur Englisch gesprochen wurde.
Seabourn-Service
Durchwegs und in allen Bereichen des Schiffes exzellent.
Unterschiede zu großen Kreuzfahrtschiffen
Ein kleiner Größenvergleich: im Hafen von Grenada lag die TUI Marella Discovery 2 (links im Bild) neben der Seabourn Ovation.
Die Marella ist 264 m lang (Ovation 210m) und für 1.800 bis 2.100 Passagiere ausgelegt, also mehr als drei Mal so viele wie die Ovation. Crewvergleich: ca. 770 (Marella) zu ca. 450 (Seabourn). Die Marella hat elf Decks, die Ovation neun (wobei sich auf Deck vier nur The Restaurant und auf zwölf The Retreat befinden). Die Marella gilt als mittelgroßes Schiff.
Der Vergleich veranschaulicht die großzügige Gestaltung der Ovation. Denn auch Platz und Ruhe sind wahre Luxusgüter. Das Verhältnis Gäste zu Crew spricht für sich.
Stopover in Kanada – realistisch planen
Die ungewöhnliche Route über Kanada war kein Zufall. Statt eines sehr langen Flugtages ließ sich die Reise angenehm in zwei Etappen teilen: Frankfurt – Montreal und anschließend weiter in die Karibik. Ebenso auf dem Rückweg ein Stopover in Toronto.
Für solche Zwischenstopps sollte man realistisch planen. Gerade im Winter können Wetter und Einreiseformalitäten etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Auf diesen Strecken waren die Zwischenübernachtungen dem Flugplan geschuldet, aber sehr angenehm, selbst wenn man die Stadt nur für einen Vor- oder Nachmittag erlebt.
In Montreal lohnt sich ein Spaziergang durch die Altstadt rund um den Alten Hafen. Cafés, Restaurants und historische Gebäude geben schnell ein Gefühl für die Stadt, ohne dass man ein großes Programm organisieren muss. An kalten Tagen weiß man schnell Montreals Underground City (RÉSO) zu schätzen, ein faszinierendes Fußgängernetz, das sich über etwa 30 Kilometer Tunnel erstreckt.
In Toronto blieb bei für den Stopover ein halber Tag. Das reicht jedoch für einen kurzen Besuch der Innenstadt – etwa rund um den ikonischen CN-Tower oder die Waterfront. Ein kurzer Bummel durch Bloor-Yorkville führt an eleganten Boutiquen vorbei zum Royal Ontario Museum.
An kalten Wintertagen ist das Eaton Center mit über 200 Geschäften und zahlreichen Restaurants ein perfekter Zufluchtsort. Das lichtdurchflutete Einkaufszentrum am Dundas Square im Herzen der Innenstadt zieht jedes Jahr über 50 Millionen Besucher an. Unter dem markanten Glasdach (Skylight) schweben 60 Kanadagans-Skulpturen, eine Installation von Michael Snow aus 1979.
Zwischendurch auf einen Cappuccino bei Eataly einkehren!
Praktische Tipps für einen Kanada-Stopover im Winter
Während meines Aufenthalts in Montreal waren die Temperaturen zweistellig (!) im Minus, auf dem Rückweg in Toronto nur einstellig. Selbst wenn das eigentliche Reiseziel die Karibik ist, ist wärmende Winterkleidung essentiell.
Ich halte es wie die Einheimischen und kleide mich nach dem Zwiebelprinzip: Thermounterwäsche und darüber verschiedene Lagen. Thermosohlen für die Schuhe (z.B. Sneakers mit dicker Sohle) und Touchscreen-Handschuhe (die man nicht ausziehen muss, um am Smartphone Google Maps oder die Kamera zu bedienen), Schal, Kopfbedeckung.
Wenn der Aufenthalt kurz und/oder die Abflugzeit früh ist, wähle ich ein Hotel in Flughafennähe und mit Shuttleservice, das spart Zeit und Nerven.
Meine Hoteltipps für Montreal und Toronto
Auberge du Vieux Port, Montreal
Historisches Boutique-Hotel mit 45 Zimmern in der Altstadt Old Montreal.
Ausgestattet mit historischem Charme und viel Liebe zum Detail.
Zwei Restaurants. Dachterrasse mit Panoramablick im Sommer.
Hyatt Place Montreal Airport
In der Nähe des Flughafens Montreal (YUL) mit kostenfreiem Shuttle.
Moderne Zimmer mit King- oder Queen-Betten, Sofa, Safe, Kühlschrank, Wasserkocher. Klimaanlage/Heizung.
The Hazelton Hotel Toronto
Luxus-Boutique-Hotel im hippen Yorkville.
77 elegante Zimmer im Stil eines modernen Grand Hotels.
Restaurant, Bar, 24-Stunden-Zimmerservice. Spa, Health Club mit Indoor Pool.
The Anndore House, JDV by Hyatt, Toronto
In einem Backsteingebäude aus den 1950-er Jahren, fußläufig zum schicken Viertel Yorkville.
Stylish-dunkel gestaltete Zimmer, Regendusche, Bademäntel, Pflegeprodukte.
Restaurant und Bar (bis 22 Uhr).
Air Canada Business Class – ein sehr solides Langstreckenprodukt
Die Flüge wurden mit Air Canada in Business Class durchgeführt – von Frankfurt über Montreal nach Sint Maarten sowie später von Barbados über Toronto zurück nach Europa.
Flugzeugtypen und Flugzeiten:
Frankfurt – Montreal: A 330-300, 8:15 Stunden
Montreal – Sint Maarten: B 737 MAX 8, 4:40 Stunden
Bridgetown – Toronto: B 787-9, 5:45 Stunden
Toronto – Frankfurt: B 787-9, 7:50 Stunden
Mit Ausnahme der Boeing 737 MAX waren die Maschinen als Air Canada Signature Class in 1-2-1 Konfiguration bestuhlt. Diese Sitze lassen sich vollständig flach stellen und werden mit Kissen und Decke zum bequemen Bett (203 cm).
Die Mahlzeiten können bis zu 24 Stunden vor Abflug vorbestellt werden, wobei man an Bord seine Meinung nach Verfügbarkeit noch ändern kann. Vor dem Essensservice wird Champagner bzw. Crémant oder Mixgetränke ausgeschenkt.
Der Service war aufmerksam und professionell. Die Qualität der Speisen war gut, aber nicht sehr gut. Insbesondere das Frühstück war auf jeder Strecke eher einfallslos: Omelett mit Würstchen (alternativ Aufschnitt), etwas Obst, Joghurt.
WIFI wird auf der Langstrecke nur den Vielfliegern des Air Canada Bonusprogramms kostenfrei zur Verfügung gestellt. Why?
Insgesamt empfand ich das Produkt als modern und zuverlässig, die Kabinen wirken ruhig und funktional. Die 2-er Plätze auf der B787 Dreamliner sind leider durch eine feste Wand getrennt, so dass man sich als Paar schwer unterhalten kann. Im A330 ist diese Trennwand beweglich.
Air Canada Signature Suite
Ein echtes Highlight auf der Rückreise war die Air Canada Signature Suite in Toronto. Diese Lounge steht Business-Class-Passagieren auf internationalen Flügen zur Verfügung und bietet ein deutlich hochwertigeres Angebot als klassische Airline-Lounges bzw. die Maple Leaf Lounges:
À-la-carte-Restaurant, Bar, ruhige Atmosphäre und sehr guter Service.
Fazit: Eine außergewöhnliche Karibikreise
Diese Reise war mehr als nur eine Kreuzfahrt.
Sie begann im winterlichen Kanada, führte über Sint Maarten zu einer entspannten Route durch die östliche Karibik und endete schließlich auf Barbados – mit Zeit für zwei der interessantesten Städte Kanadas auf dem Hin- und Rückweg.
Die Kreuzfahrt selbst zeigte, warum kleinere Luxusschiffe eine ganz besondere Art des Reisens ermöglichen: weniger Menschen, kleinere Häfen und eine Route, die Inseln wie Bequia oder Grenada einschließt, die große Schiffe oft nicht anlaufen. Dazu großartiger Service an Bord, ausgezeichnete Küche und ein top Weinkeller.
Nicht jeder Strand war spektakulär, und Orte wie Saint-Pierre hat man relativ schnell gesehen. Aber genau diese Mischung macht den Reiz solcher Reisen aus: einige Überraschungen, einige stille Momente – und zwischendurch der Luxus eines perfekt organisierten Strandtages mit Champagner, Kaviar und Lobster.
Besonders in Erinnerung bleiben mir Bequia mit seinem entspannten Inselcharme und der Morne Rouge Beach auf Grenada – einer der schönsten Strände dieser Reise.
Eine Karibikreise, die viele Facetten verbindet:
Luxus auf See, kleine Inseln, hervorragende Kulinarik und zwei sehr unterschiedliche Welten zwischen Kanada und der Karibik.